springteufel Krakenbändigerin
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Oh du Fröhliche, oh du Herrliche
"Was zum Teufel hat sie dazu getrieben?"
Ein unangenehmer Strahl gelben Lichts scheint mir in das Gesicht.
"Sprechen sie schon, wir können auch das Programm, guter Bulle, böser Bulle durchziehen!"
Nervös trippel ich mit meinen verkohlten FlipFlops. Hätte ich eine Hand frei würde ich eine rauchen.... aber wahrscheinlich würde meine noch angeschlagene Aceton versaute Lunge das eh nicht sehr begrüßen.
"Ich denke wir können ihr die Zwangsjacke ausziehen, sie scheint sich beruhigt zu haben."
Zwei großgewachsene schwere Männer der Polizei lösen diverse Ketten, Handschellen und die Zwangsjacke und ich streife mir den Fetzen von den Armen.
Die buntesten Farben schillern über meine Haut und die Fingernägel zerbrochen in groteske Formen.
"Ich kann doch nichts dafür....."
Mein Gegenüber in grün seufzt, stemmt die Hände in die Seiten und schaut resignierend zur Decke.
"Was sagen sie da?! Sie haben ein Haus angezündet, sind wie ein Feuerteufel auf ihrer Terasse herumgesprungen und haben Morddrohungen ausgestoßen. Und da sagen sie, sie können nichts dafür?"
Nun bin ich an der Reihe und seufze bemitleidend. Er hat ja keine Ahnung. Wie soll er auch.
Er hat ja noch nie Kaltwachsstreifen benutzt.
. . .

Was ein herrlicher Morgen es doch eigentlich war. Die Sonne scheint gemütlich durch die Scheiben und mit einem netten Weckruf aus dem Radio humpel ich mal nicht ganz so verpennt in mein Bad, lasse schon mal die Dusche an und setze einen Kaffee in der Küche auf.
Den Kaffeesatz entferne ich mit Fingerspitzen aus der Maschine und lege sie zum abkühlen ans Waschbecken ins Bad.
Aus dem Radio trällert eine piepsige Frauenstimme.
Flott hüpfe ich unter die Dusche und versuche mich ein wenig aufzuwärmen.
Aber nicht allzu lange, immer schön alle 30 Sekunden auf kaltes Wasser stellen, wir wollen unserer Haut ja einen Gefallen tun, und nicht aussehen wie eine Orange die iher beste Zeit hinter sich gebracht hat.
Dann kommen die Haare dran. Nach dem regeluären Schampoo für strapaziertes, dauergewelltes, gefärbtes Haar mit Splissgefährdung mit den wohlriechenden Extrakten der malaischen Holunderwurzelknospe und milden Honig asiatischer Seidenbienen, kommt eine einfach Spülung mit Vitaminen, Proteinen, Zusatzstoffe, Konservierungsstoffen und anderen bestimmt sehr wichtigen Inhaltssoffen, sowie einer Intensivkur, über die man getrost eine Dr. Arbeit schreiben könnte, sofern man es sich leisten kann das Zeug regelmäßig zu kaufen.
Nach jeweils einer halben Stunde Einwirkzeit und mittlerweile einer Gänsehaut die einer Gebirgskette ähnelt, sowie rot unterlaufenden Augen, taste ich mich aus der Dusche. Anscheinend verträgt meine Netzhaut Holunderwurzelknospenextrakt in Schaumform nicht allzu gut.
Leicht verforenen rutsch ich über den nassen Boden im Badezimmer und wickel mich in ein Handtuch. Leicht verheult und unfähig allzuviel zu sehen taste ich nach meiner Kollektion Gesichtsmasken. Da sie leider nach Farben sortiert sind wird es heute mal ein Glückspiel und ich greife nach dem erstbesten Tütchen und reiße es mit den Zähnen auf. Wahrscheinlich nicht geschickt genug denn eine ganze Ladung Gesichtsmaske verteilt sich über meine Zähne.
Kieselerde und totes Meersalz schätzungsweise, dem falen Geschmack nach zu urteilen.
Immerhin weiß ich jetzt was ich im Begriff bin mir ins Gesicht zu klatschen.
Unter dem Versuch mir die Kieselerde vom Zahnfleisch zu spülen haue ich mir den Kopf am Waschbecken (ich vergaß mein verdammt eingeschränktes Sehvermögen) und taumelte ein Stück weit nach hinten, stolper über meine GesundheitFlipFlops und über meinen Massageigel und reiße meine gesammte Palette Nagellack aus dem Regal, dass im Sturz eine wundervolle Symbiose mit zig Parfumfläschchen eingeht. Dem Geruch nach zu urteilen.
Aber noch lange nicht unmotiviert setze ich mich auf meinen Toilettendeckel und reibe mich mit dem Rest Kieselerde ein und veretile ihn bis kurz unter die rot angelaufenen Augenränder, die dann doch ein wenig arg anschwollen.
Der Kaffeesatz wird fachmännisch auf dem Dekoulte verteilt und mittlerweile duftet es im ganzen Bad nach einer Mixture von Cafeteria, Kosmektikladen und Chemielabor.
Leicht benebelt von den "interessanten" Gerüchen die anscheinend bestimmte Bereiche des Gehirns und Synapsen komplett ausschalten suche ich nach den Kaltwachsstreifen die ich noch auf meiner Haut verteilen wollte.
Etwas iritiert durch den dichten Nebel im Bad tappse ich gebückt durch die Fliesenlandschaft und merke auf einmal wie mein Fuß festklebt. Da sind sie ja, und bevor ich den Gdanken zu enden denken und passend reagieren konnte (nein, man kann dann nicht mehr normal weitergehen wenn der eine Fuß am Boden festklebt) falle ich der Länge nach hin in einen Bach von Farben und Gerüchen.
Leicht benebelt und etwas konfus rappel ich mich wieder auf und versuche verzweifelt den Lichtschalter wieder zu betätigen bis mir auffällt, dass es ein Kaltwacchsstreifen gepaart mit einen Damenbinde ist die mein Blickfeld von der Stirn herabbaumelnd verdecken.
Mittlerweile doch leicht aus der Fasson gebracht und nicht ganz glücklich über diverse Nagellacke an Körperstellen die höchstens an Karneval angemalt werden lange ich nach Kosmetiktüchern und versuche alles herunterzuwischen. Dummerweise gibt die Dame von Welt gerne etwas mehr Geld für schnell trocknenden Nagellack aus und erziehlt mit den Wischversuchen nur den Effekt, dass mittlerweile am gesamten Körper bunt besprenkelte Tücher hängen.
Leider setzt in diesem Moment das Sehvermögen doch wieder ein und dies sollte der einzige Moment im Leben sein, an dem ich mir wünschte nie einen Spiegel bessesen zu haben.
Mir gegenüber grinste ein verträntes, mit roten Augen stierendes mit braunem, leicht dampfenden Kaffee beschmiertes Lackmonster entgegen und als wenn das nicht genug wäre scheint es mir gerade so als würde es mich auslachen. Mich! Wütend und den Spiegel ankeifend greife ich mir meine Maskara und meinen Lidschatten. Wir werden noch sehen wer hier wen auslacht, wer hübsch ist wer nicht.
Gekonnt pfeffer ich mir ein smoky eye nach dem anderen unter die Augenbraunen und tusche mir die Wimpern als wenn es kein Morgen gäbe.
Mittlerweile begintn auch die Erdemaska zu trocknen und bröselt in das Waschbecken. Allerdings bröselt es dann doch noch nicht genug um mir wieder die Möglichkeit zu geben meine Gesichtsmuskeln wieder zu bewegen.
Ein plötzliches Jucken kribbelt sich in Wahnsinseile bis zum Hals hoch und schon bevor ich mich anfange zu kratzen kombinieren sich meine Gedanken: Nagellack und Haut dürften sich nicht vertragen. Meine Haut... Meine wunderschöne Haut! Panisch greife ich nach dem Nagellackentferner und schütte mir den gesammten Inhalt über den Körper und rubbel mit einem anderen Handtuch was das Zeug hält. Ein Schrillen halt durch die Wohnung. Es klingelt an der Haustür, wenn mich jetzt jemand so sieht.
Panisch hetzte ich aus dem Badzimmer, hechte in meine FlipFlops, werfe mir meinen Kaschmirbademantel um reiße dabei voller Elan meine Kaffeetasse um, deren Inhalt sich auf meinen nackten Füßen verteilt. Schreiend und auf der Stelle hüpfend schnappe ich mir eine Ecke des Bademantels und versuche die Füße zu trocknen, aber durch die Hüpfbewegungen löste sich irgendwas aus der Halterung und fällt mit einem dumpfen Aufschlag zu Boden. Die Maskara immer noch verkrampft in der Hand male ich mir hysterisch lachend einen Kajalstrich unters Auge, über die Wange bis zum Hals. Na, man will sich ja nicht blamieren wenn der Besuch kommt.
Und die Heizung hatte ich wohl auch vergessen auszumachen, oder seit wann heize ich mit offenem Kamin? Der dumpfe Plumps kam wohl durch das Herunterfallen einer Kerze meines Adventskranzes und verbreitet eine angenehme Wärme mit den züngelnen Flammen. Wärme ist gut für meine Haare! Trockene Wärme. Entzückt über das sich verbreitende Feuer springe ich mir meinen FlipFlops über den brenneden Flokati. "Schwing dein Haupthaar für mich!" Die nassen Haare durch die Flammen wirbelnd und mit Kajal meine Sessel bemalend fällt mir dann doch ein, dass der unangenehme Geruch von Rauch sich in meinen Haaren festsetzen könnte und beschließe mir ein wenig frische Luft auf dem Balkon zu gönnen und stolziere nach draußen. Unten steht eine Menschentraube und starrt nach oben. Sie tuscheln und einige rufen etwas wie: Sollen wir ihnen helfen? Können wir etwas für sie tun?
"Nein danke!", lache ich winkend herunter und dabei löst sich ein Kaltwachsstreifen von meinem Knie und segelt gen Boden.
Mir helfen? Wobei denn schon. Mir gehts doch wunderbar. Irgendwas heißes knabbert an meinen Fersen. Elanvoll reiße ich meine Gardine an mich und wickel sie mir um die Hüfte. WOBEI DENN? Ich bin doch wunderschön! Ich schwínge mich auf das Geländer und fuchtel hektisch mit den Armen. Ich.bin.schön.
Leicht irritierte Blicke von unten. Keine Zustimmung, und sollte das etwas ein leicht höhnisches Lachen sein?! Wutentbrannt reiße ich den ersten Blumentopf von der Fensterbank, dass der Putz bröckelt und schmeiße ihn aus dem dritten Stock auf das Pflaster nach unten. "Lach nicht! Ihr Neidhammel!"
Theatralisch werfe ich den Zeigefinger nach vorne.
"Das werdet ihr noch bereuen!"
Dabei löste sich kunstvoll ein weiterer Wachsstreifen und schwebt wie eine Feder hinunter.
Ihr habt ja alle keine Ahnung.

. . .

"Sie sehen also, Herr Komissar."
Der Herr in grün mit gegenüber hat es sich derweil gemütlich gemacht, sofern man das eine gemütliche Position nennen kann wenn einem der Kinnladen dauerhaft offen steht, und hält schon seit zehn Minuten eine Tasse in der Hand.
Nach kurzem Schweigen:
"Ich sehe bitte was?!"
Entspannt lehne ich mich zurück und seufze abermals. Über so viel Unverständnis kann ich dann doch nur den Kopf schütteln.
"Es lag am Kaltwachs. Ich steige wieder aufs Rasieren um."





Die ewigklingende Laier
Wie ich schon sagte, Talkshows sind gut, gut für die Gesundheit, für das Selbstbewusstsein und gegen Langeweile.
Sie fördern das allgemeine Wohlbefinden um mindestens 200% und zwar von jetzt auf gleich, der kritische Blick von dem sich auf der Couch unästhetisch wölbenden Bauch gleitet faszieniert auf den Bildschirm, der mal wieder beweist "Du bist schön, schau wieviel schlimmer es hätte kommen können!".
Die verhunzte Frisur, für die man einen Montaslohn geblecht hat wird wider unter dem Kartoffelsack hervorgekramt, denn hey, es gibt Menschen die sehen aus, als trügen sich ein totes Tier auf dem Kopf.
Das Selbstbewusstesein vollends gestärkt und wieder Mut gefasst doch ein paar Chips zu essen schaut man sich weiter den Freak-Stuhlkreis an.
Aber mal ganz abgesehen davon, dass man selber sich und seine Talente (auch die nichtvorhanden, denn wer will schon mit Schweinen sprechen, oder damit prahlen können eine übermäßige Ohrenschmalzproduktion zu haben) wieder zu schätzen weiß, wird einem wieder bewusst wie wundervoll Meinungsfreiheit doch ist.
Allerdings wird diese häufig ein wenig falsch verstanden.
Nehmen wir das Beispiel, Mann wettert gegen füllige Menschen.

Seine Meinung: Dicke gefallen ihm nicht.
Seine Aussage: Dicke sin scheiße und hässlich.

Der Unterschied ist, ersteres ist eine Meinung und sicherlich auch so vertretbar, da es seine Einstellung zu zu vielen Fettzellen an anderen Körpern vertritt, Letztere ist Satz eins einfach und dämlich verpackt in eine Beleidigung.
Jetzt wird dieser Mann sagen "Aba das isn meine Meinung, dat die scheiße und hässlich sin!" nur hat er wohl noch nicht verstanden, dass man seine Meinung so nicht kund zu tun hat und auf das Kommentar "Der Ton macht die Musik" antworten würde "Musik find isch auch scheiße!".

Dieser Mann fällt nämlich unter die Kategorie: Gelangweilter Nörgler.
Der gemeine gelangweilte Nörgler hat generell nichts zu tun und verbringt seine Freizeit in diversen Talkshows, in denen er schon seinen ehrenplatz "eingesessen" hat oder bei tiefgründigen Kneipendiskussionen, welche das literarische Quartett und die Prophezeihungen des Nostradamus in den Schatten stellen und als schlechten Witz belächeln.
Denn diese Menschen wissen einfach wie die Welt funktioniert.
Dass Aids zum Beispiel eine Erfindung der Amerikaner ist, weil wir ja eh zu viele Menschen auf der Welt sind und Hitler hat nur deswegen so böse sein können, weil er mit den Amerikanern um Glaschenöffner von Cola handeln konnte.

Besonders beliet sind Diskussionsthemen wie: Homosexualität, ja oder nein, oder grundliegende Fragen wie Pasta mit roter und weißer Soße. Der Inhalt ist meist derselbe.
Der eine wird sagen:
"Find ich gut, soll jeder leben wie er will."
Der andere dann
"Nein, das ist nicht gut, dass ist unnatürlich."
Dann wieder
"Nein, das stimmt nicht, das ist ok"
"Nein, das ist unnatürlich"
"Nein, das ist ok"
"Nein, das denke ich nicht"
. . .
Das ist als würde man fragen
"Was ist deine Lieblingsfarbe?"
"Hm, ich denke Blau."
Und dann kriegt man als Antwort.
"Nein, ich denke nicht."

Es gibt Diskussionen, die im Grunde keine sind, sondern einfach nur ein Austausch von Meinungen über den man sich freuen kann, oder auch nicht. Rein informativ gesehen.
Aber sicherlich kann man auch einfach mal einen Streit vom Zaun brechen.

to be continued . . .




Verfrühte Muttergefühle
Ich liebe Talkshows. Aber bevor ich mich über die notwendige Rolle der Talkshow als Ego-Pusher auslasse, spare ich mir diese Euphorie lieber für einen weiteren Eintrag.
Es sei allerdings gessagt, dass diese oben genannten Stuhlkreise uns sehr viel lehren könnnen.
Wie wichtig es ist, sich gesund zu ernähren, wie wichtig es ist seinen One Night Stand nach seinem Namen zu fragen und sich disen zu merken, um beim Vaterschaftstest nicht blöd dazustehen zum Beispiel.
Denn ich musste mit Erschrecken feststellen, dass ich absolut durch das heutige Raster eines (jawohl, noch) Teenagers falle.
Mit meinen 18 Jahren sollte ich längst Mutter von 3 Kindern, von 4 Vätern, und 2 mal geschieden sein. Am besten ist die Kombination Drogenvergangenheit und/oder Heimkind zu erwähnen, dann ist es nicht mehr ganz so alltäglich und das gekaufte Publium (jaaa, man bekommt die Karten wirklich umsonst, ich saß schon bei Oli G.) erwacht aus dem Tiefschlaf und wischt sich erschrocken die Spinnenweben aus dem Gesicht.
Woran liegt es dass die heutieg Jugend einfach zu blöd ein Stück Gummi auseinander zu rollen?! Wie kann sein, dass ein 14 jähriges Mädel felsenfest behauptet, sie freue sich auf ihre Zwilligen?!
Ich glaube ja, dass Mädels im Alter von 17-20 einfach intensive Muttergefühle entwickeln können (und da ja im Moment sich die Pubertät dermaßen ach vorne verschiebt und sich 10 jährige Mädels schon Sorgen um ihre Figur machen und überlegen wie sie Bill von Tokio Bruchtbude rumkriegen könnten).
So kommt es wirklich vor, dass die Freundin ihren Freund felsenfest verteidigt wenn er mal wieder sturzbetrunken ins Bett fällt. *Patt Patt* "Das brauch der Kleine ab und an mal" *patt patt* "Soll ich dir noch einen Eimer holen?"
Oder wenn man das Auto kaputt gefahren wurde.
"Na komm erst mal her, ist doch nicht so schlimm" *patt patt*
Die Socken werden hinterhergeräumt, die Zahnpastatube zugedreht, das Bett jeden Morgen frisch gemacht und geputzt, gekocht und die Füße des männlichen brüllenden Individeums zärtlich auf den Tisch gelegt, damit "der Kleine" es auch gemütlich hat wenn er sich mit Chips und Bier besaut und " 'Schlaaaaaaand" beim Fußball anschaut.
Wenn das mal keine Liebe ist.
Und meine lieben Leserinnen, dass ist es nicht.
Das ist einfach nur ein verkapptes Muttergefühl, dass ihre Hormone im Chaos hervorsprudeln lassen.
Und nein, es ist nicht niedilch wenn "der Kleine" wieder mal einen Trompetenkäfer ähnliches Gerülpse hervorbrüllt, und nein, sie sollten es nicht als normal ansehen, seine T-Shirts zu bügeln, weil die ja so schwer sind "wegen dem Kragen"...

Dann schafft man sich doch lieber ein Tierchen an oder kramt die alte Barbie in einem stillen Moment noch mal hervor und wiegt sie im Arm. Sicherlich ist es nicht die feinste Art einen Kanarienvogel zu bemuttern und ihm 12 Stunden am Tag auf die Nerven zu gehen, aber wie wir ja wissen, wehren die sich weniger und es kommt vor, dass diese Tiere es manchmal auch einfach zu schätzen wissen, wenn man sich um sich kümmert (im Gegensatz zu anderen maskulinen Lebewesen, die auf ihren Heimatplaneten Mars zurückgechossen gehören).




Jeden Morgen wieder
Mein Morgen beginnt mit dem Abend zuvor.
Denn genau in dem Augenblick wenn man sich mit geschlossenen Augen sanft in die Federkissen gleiten lässt, entspannt die Hände faltet und so ziemlich jeden negativen Gedanken vergisst, wird man zurück in die Realität katapultiert indem man vergessen hat den Wecker zu stellen.
Und so rafft man sich noch einmal auf und die Tränen nahen wenn man so auf die Uhranzeige schaut und einem bewusst wird, was für eine kurze Nacht man nur vor sich hat.
. . .
Der nächste Morgen.
Fern, fern von irgendwo schallt es einem in den Ohren und das immer lauter werdene Geräusch zereisst jedes schöne Bild im Traum und schlägt einem eine akkustische Ohrfeige ins Gesicht.
Mit einem rasenden Puls, aufgerissenen Augen und kaltem Schweiß auf der Stirn sitzt man im 90 ° Winkel auf dem Bett, bereit jedem Angreifer sich im Pyjama zur Wehr zu setzen.
Nach einigen Schocksekunden befindet man sich wieder einigermaßen im Hier und Jetzt, die Augen drohen wieder ihre Kilo schwere Last herunterkrachen zu lassen und in diesem entscheidenden Moment gibt es nur die Wahl zwischen folgenden Punkten.

1.) Streichhölzer in die Augen stechen und ab ins Bad
2.) Bemerken, dass Wochenende ist und man fälschlicherweise den Wecker gestellt hat und das Teufelsding durch das geschlossene Fenster katapultieren.
3.) Alle noch so aufdringlichen Zeichen ignorieren und mit schlechten aber müdem Gewissen wieder einschlafen.

Alle drei Varianten haben ihre Vor- und Nachteile.
Variante 1. hilft einem den Job zu behalten, die Schule einigermaßen hinzukriegen, den Tag mitzuerleben und genau das nachher wieder zu verfluchen.
Allerdings bringt Variante 1 auch einige Probleme mit sich die nicht unterschätzt werden sollten.
Der nicht so ganz routinierte Aufsteher der Kategorie 1 übersieht einige Tücken des Morgengrauens.
Beachten werden müssen, dass durch verklebte Augen erschwerliche mit nackten Füßen unkoordinierte Herumtaumeln ins Bad, das Ausbalancieren des noch nicht vollständig anwesendem Körpder auf der Toilette und vor dem Spiegel, und das seelisch gut Vorbereitet sein auf den Anblick der einen mit tief-schwarzen Augenringen, etwas das sich mal eine Firseur schimpfte und einer kraterlandschaftgleichen Visage anschielt.
Variante 2 erklärt sich im Grunde von alleine, ist allerdings nicht gut für das Portmonaie und die Gesundheit, da sowas immer wieder kostet, den Blutdruck empor schnellen lässt und besonders im Winder für Lungenentzündung sorgt.
Bei Punkt drei kann ich nur gratulieren und eine gute Nacht wünschen.





Unpünktlichkeit
Man sollte annehmen, dass jeder normale Mensch eine innere Uhr besitzt und sich nach ihr richtet.
Dazu gehören Schlafenszeiten, Hunger und eben auch die Begabung Zeit ein wenig richtig einschätzen zu können.
Allerdings gibt es wiederum auch Menschen die letzteres wahrscheinlich nicht einmal schreiben können.
Eine Unterhaltung am Telefon:
13 Uhr
"Wegen heute abend, ruf mich später noch mal an, dann klären wir das. Bitte so um 4."
"In Ordnung."
. . .
17.30
"Ich bins wieder, wolltest du nicht um 4 angerufen haben, ich warte schon!"
"Oh, entschuldige, meine Badewanne ist übergelaufen, während meine Katze im Baum hing und ich merkte, dass ich noch nicht gefrühstückt hatte, deswegen musste ich mir noch ein paar Eier kochen.
Ich hätte dich später noch angerufen.
"In Ordnung. Dann sehen wir uns mal um 8 bei mir."
. . .
19.30
Man selber, der man in einer halben Stunde den Besuch erwartet geht einfach nochmal duschen, eine Runde mit dem Hund spazieren und spielt Solitär, fährt Einkaufen und manikürt sich die Nägel.
Es ist klar, der kommende Besuch hat gerade vielleicht zu ende gefrühstückt wenn er heute in guter Laune war.
. . .
20.30
Man versucht den Besucher anzurufen.
Sinnlos und herausgeschmissenes Geld, da zeitlose Menschen garantiert auch ihr Handy liegen lassen, da für eine neue Ausrede die Katze mal wieder auf den Baum geschafft werden muss oder diverse reifen manipuliert werden um einen später einen zeitverzögernden Schaden vorweisen zu können.
Zeilosen denen das zu radikal und kreativ ist, die stellen sich auch schon mal einfach 1-2 Stunden nur unter die Dusche, da ein Handy zu hören ist schwer oder mähen den Rasen mal eben spontan um 21 Uhr.
. . .
21.30
Man selber rechenet ungefähr ab jetzt mit dem Besuch, da man in der Regel mit ein einhalb Stunden Verspätung rechnen kann. Es kommt eben auf die Ursache der absolut nicht vermeidbaren Verspätung an.
Jetzt sollte mans ich langsam selber vielleicht fertig machen und sich herrichten, man könnte spätestens in einer Stunde ein Klingeln an der Tür hören.
. . .
22.15
Und es klingelt tatsächlich.
Vor der Tür steht auch der Besuch aber dermaßen abgehetzt und aus der Puste, dass es einem fast noch Leid tut ihn entnervt anzuschauen und die ihm vor Stunden noch heißen Nudeln ins Gesicht zu klatschen. Was solls schon, dass Essen ist eben kalt geworden, dafür gibt es Mikrowellen, der Vorstellung im Kino gelaufen und die Laune wegzuahren so ziemlich auf dem Nullpunkt angekommen.
Aber man hat ja Zeit und der Abend ist noch jung, man wird zwar überall der Letzt sein, aber was tut man nicht alles für ein verdammtes kleines bisschen Spaß.
"Ich hatte noch gar keine Zeit mich umzuziehen."
Und gerne stellt man dann das Badezimmer für das Styling zu Verfügung und wartet in aller Seelenruhe Fingernägel kauend und Haare raufend auf der Couch und betrachtet eine traurige Ansammlung von kalten Köstlichkeiten.
. . .
23.30
Ruckartig wird man aus der Tiefschlafphase gerissen und wischt sich die Salaroße aus dem Gesicht mit welchen man in das gekochte Menu vor Langeweile und Müdigkeit rutschte.
Da steht der langerwartete Besuch, freudig strahlend und voller Energie, man lächelnd zurück, zwar etwas verkrampft und desorientiert, weil die Uhr aus dem Fenster flog nachdem sie systemathisch mit einem hammer bearbeitet wurde, aber man lächelt hakt sich ein, und bekommt zu hören:
" Na, biste fertig? Dann können wir ja endlich los."





Ostern
Ostern, das Fest der Liebe, der Zweisamkeit und der Harmonie. oder war das Weihnachten, Silvester oder Valentinstag?! Nunja, sagen wir, mal wieder ein Feiertag den keiner braucht, der vor Kommerz nur so strotzt und jedem ein schlechtes Gewissen einredet, wenn er mal weider feststellt, dass ihn so einiges an Familienfesten nervt.
Zum Beispiel die Familie.
Sollte sich also nicht spätestens morgens um 7 Uhr schon ein flaues Gefühl im Bauch eingestellt haben, so kommt dies garantiert gegen Mittag nachdem man sich im sekundentakt die Schokoeier in den Mund stopfte um jeglicher Konversation aus dem Weg zu gehen, und hervorragend, wenn man dann den restlichen Nachtmittag auf dem Klo verbringt, hat man seinen Tag hervorragend verplant.
Nehmen wir aber die zweite Variante an und man befindet sich in der dummen Situation wirklich etwas machen zu müssen, wie die "traditionellen Kartoffelsalat" anzurühren, das "Eierwerfen" mit den Kindern zu veranstalten, die rohe Eierpampe vom Boden aufzuwischen oder einfach krampfhaft zu versuchen die Nerven zu behalten, so stellt sich der Tag als eine Herausforderung dar.

Besonders beliebt sind die traditionellen Spielchen wie das Eierwerfen. Nein, wie lsutig, wir stellen uns alle 10 meter voneiander entfernt auf und werfen uns die harten Eier an die Köpfe. Besonders unterhaltsam wenn so ein Spaßpirat ein rohes Ei mit darunter mischt, dann hat man noch lange was von dem Vergnügen, vor allem genug.

Sehr wichtg ist es natürlich auch den traditionell immer wieder gepflegten Ruf des Eierbringenden Kanickels aufrecht zu erhalten und wenn man Disskusionen und vor allem lauten Schrei- und Heulkrämpfen aus dem Weg gehen möchte sollte man niemals die Eltern oder die Großeltern mit dem Hasen in Verbindung bringen.
Sollten dennoch Fragen aufkommen wie "Wie kann ein Osterhase denn so viel Eier tragen?" oder "Kann ein Hase Eier legen?" sollte man das Kind 1) einfach ignorieren und ihm weiterhin einfach ein Stück Schokolade in den Mund stopfen oder 2) einfach zu Mama schicken.
Nachdem dann Literweise Kindertränen und Eierlikörchen geflossen sind, kann man sich gegen 11 Ur abends erschöpft nis Bett fallen lassen und die letzten Eierschalen aus dem Haar reisen.





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